HISTORIE

Der Usedom-Marathon wird seit 1979 ausgetragen. Er wird in enger Zusammenarbeit von einem polnischen und einem deutschen Verein organisiert. Traditionell erfolgt der Start im polnischen Swinoujscie, lediglich in den Jahren 1984, 1986 und 1988 wurde in Wolgast gestartet.

Die Teilnehmerzahlen haben sich in den letzten Jahren weiter positiv entwickelt. Waren es in den Anfangsjahren nur einige wenige Enthusiasten (1979 – 35 Teilnehmer) stieg die Teilnehmerzahl von 1991 (72 Starter) bis heute auf ca. 300 Teilnehmer beim Marathon kontinuierlich an.

Seit 1991 stehen fast ausschließlich polnische Starter in der Siegerliste beim Marathon (Männer), lediglich 1997 konnte Andrei Kovalenko aus Weißrussland triumphieren.

Seriensieger bei den Männern ist Jaroslaw Janicki aus Polen mit insgesamt
10 Triumphen. Zugleich ist er auch Streckenrekordhalter.

Heinz Lachmann aus Berlin konnte den Usedom-Marathon in den 80ern 5 Mal in Folge gewinnen.

Bei den Frauen stehen für Elena Tsoukhlo aus Weißrussland vier Siege zu Buche.

Seit 1991 wird auch ein Halbmarathon ausgetragen, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut. In den letzten Jahren gingen ca. 300–350 Teilnehmer an den Start. Anders als beim Marathon konnten sich hier auch deutsche Teilnehmer in jüngster Vergangenheit in die Siegerliste eintragen.

Streckenrekordhalter ist der gebürtige Wolgaster Jirka Arndt, der im übrigen auch schon Olympiateilnehmer war.

Bestehende Streckenrekorde

Frauen
            

Marathon: 2:54;34 h Elena Tsoukhlo (Weißrussland) aufgestellt 02.09.2000
Halbmarathon: 1:17;21 h Kathrin Weßel (Berlin) aufgestellt am 04.09.1993

Männer
            

Marathon: 2:24;40 h Jaroslaw Janicki (Polen) aufgestellt am 05.09.1998
Halbmarathon: 1:07;35 h Jirka Arndt (Berlin) aufgestellt am 05.09.1998

Über 800 Läufer am Start des XL. Usedom-Marathons

Bei herrlichstem Spätsommerwetter starteten am Sonnabend, den 7. September die Läuferinnen und Läufer des XL. Usedom–Marathons im polnischen Swinoujscie und zeitgleich auch  die des 29. Halbmarathons im Wolgaster Peene–Stadion. Mit über 800 Teilnehmern in allen Wettbewerben konnten wir als Veranstalter beim 40. Jubiläum einen neuen Rekord verbuchen.

Temperaturen um die 20°C und ein leichter Wind boten ideale Bedingungen für alle Beteiligten –

den Teilnehmern, Helfern und Zuschauern. Denen, die es bis ins Ziel beider Läufe, dem Wolgaster Peene- Stadion, schafften, galt der Applaus und der Respekt der zahlreichen Zuschauer.

Dabei passierte der in der AK M35 startende Pole Maciej Lucyk aus Poznan beim Marathon als Sieger die Ziellinie. Für die anspruchsvolle 42,195 km lange Strecke entlang der Usedomer Küste benötigte er 2:41:56 Stunden. Dies war bereits sein sechster Sieg über die Marathondistanz bei dieser Veranstaltung. Nur 17 Sekunden nach ihm lief der Ukrainer Volodymar Timashov (2:42:13 h) durchs Ziel, gefolgt vom Berliner Henning Ahlert, der die Distanz in 2:58:39 h absolvierte.

Den Sieg bei den Frauen holte sich die in der AK W35 startende Russin Evgeniia Zhgir mit einer Zeit von 3:12:27 h, gefolgt von Sabine Mönch (AK W55) in 3:29:49 h und der Polin Marta Piotrowska (W30) in 3:40:23 h. Internationaler geht es nicht …

Den Halbmarathon beherrschte der in der AK M20 startende Potsdamer Stefan Hendtke, der für die 21,1 km langen Strecke sehr gute 1:10:33 h benötigte und damit immerhin über sechs Minuten Vorsprung auf den Zweitplazierten, Filip Janczak (1:17:20 h) aus Polen herauslief. Sein Landsmann Michal Brozowski belegte mit einer Zeit von 1:19:23 h den dritten Platz.

Bei den Frauen konnte mit Anna Izabella Böge, die für den SV Turbine Neubrandenburg an den Start ging, eine Läuferin den Sieg erringen, die bereits 2012 und 2014 auf dieser Distanz erfolgreich war. Mit ihrer Zeit von 1:28:18 h stellte sie gleichzeitig den von der Greifswalderin Dr. Beate Krecklow 2011 aufgestellten Altersklassenrekord in der AK W40 ein. Ihr folgten mit Angelika Schlender-Kamp (HSV Neubrandenburg) in 1:28:47 h und Katrin Bemowski (HSG Uni Greifswald) in 1:30:03 h zwei einheimische Läuferinnen auf das Siegerpodest.

Insgesamt konnten vier Altersklassen-Bestleistungen aufgestellt werden. Neben dem bereits erwähnten Rekord in der AK W40, konnten Bärbel Lemme (TSG Wittenburg) mit 1:41:31 h in der AK W55 sowie Dietrich Mattke (HSG Stralsund) mit 2:39:36 h in der AK M80 Rekorde im Halbmarathon verbessern. Die einzige Verbesserung eines Alterslkassenrekordes gelang auf der Marathondistanz dem in der AK M65 angetretenen polnischen Läufer Tadeusz Jasek mit einer Zeit von 3:12:25 h.

Neben den Läufern aus Polen und Deutschland waren auch Teilnehmer aus Tschechien, Kroatien, der Ukraine, Russland und Österreich am Start.

Ebenfalls am Start war mit Anton Luber aus Nürnberg ein blinder Läufer, der den Marathon mit der Hilfe seines Begleitläufers Thomas Kurowski aus Berlin in 4:06:25 h bewältigte. Eine wie wir finden beeindruckende Leistung, die unser aller Respekt verdient!

Den Sieg unter den 22 angetretenen Staffeln errang ein einheimisches Quintett in der Besetzung Heike Grunow, Carmen Siewert, Margit Brüssow, Hartmut Specht und Gerfried Brüssow, das für die 42,195 km 3:15:45 h benötigte und somit kurz hinter der erstplazierten Frau die Ziellinie überquerte.

Die Organisatoren wiederum möchten sich bei allen Unterstützern, den zahlreichen freiwilligen Helfern und Einsatzkräften des DRK und der Polizei bedanken, ohne die eine solche sportliche Großveranstaltung nicht möglich wäre.

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